Posts mit dem Label MiMa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label MiMa werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 14. Mai 2009

New Publishing am 26.5.09



„Die klassischen Medien befinden sich im freien Fall: Auflagen und Anzeigenerlöse schrumpfen kontinuierlich, erste Massenentlassungen bei allen großen Medienkonzernen waren die Folge. Auch das letzte Ass im Ärmel – die Onlinemedien – versprechen keine Besserung. Themenblogs, monothematische Magazine bis hin zur tatsächlich individualisierten Zeitung, die Nischen werden immer spezieller – Blogs, RSS-Feeds, PDF-Magazine, Fanzines … Wer behält da noch den Überblick? Wer sorgt für eine verlässliche Vorauswahl der Inhalte? Der Leser? Die Community? Ein Algorithmus? Der Redakteur? Oder ist der längst tot?
Wir diskutieren mit Machern und Enthusiasten über ihre Arbeit, die Kunst, die aus der Nische kam, Brot und Wasser und natürlich vor allem eins: Inhalte!“


Könnte spannend werden, sind einige interessante Sprecher angekündigt...

26.5.09, 19:30h
Kunstverein Hamburg
Klosterwall 23


Dienstag, 5. Mai 2009

MiMa 14: Klebstoff

Schnell noch ein Mittwochsmagazin - diesmal nicht am sondern zum Mittwoch: Die Erstausgabe vom Klebstoff kam gestern per Post :)



Auch wenn Matthias Speck das auf der Website hartnäckig behauptet isses natürlich nicht das erste Aufklebermagazin der Welt, dafür bekommt man für acht Euro aber auch deutlich mehr als 100 Sticker - mir hat Matthias so noch über 20 mit in den Briefumschlag geworfen. Außerdem das eigentliche Magazin, das aussieht wie ein überdickes 15x15 cm Pixiebuch und riecht wie ein vollständiges Panini-Sammelalbum wenn man die Folie aufreißt - da wurde mir schon mal warm ums Herz. Drinnen finden sich pro Doppelseite 1-15 Sticker, stilistisch ist von Pixeln über handgezeichnet, Vector und Typo bis zu fotografischen Motiven so wirklich alles dabei. Auf der 'Rückseite' jedes Bogens gibt es kurze Textinfos zu den Gestaltern.
„Eine Toolbox für alle Aufkleberophilen und solche, die es werden wollen, aber auch ein sexy Bilderkatalog von jungem Grafikdesign bis wetterfester Straßenkunst. 24 Künstler aus aller Herren Länder steuerten über 100 Motive bei, und dabei wurde die Idee des Aufkleberheftes von allen Beteiligten sehr eigensinnig interpretiert. So oder so entstand eine verzauberte, zauberhafte, kleine Sammlung der Stickerei.“



Über die Gestaltung kann sich jeder selbst ein Urteil bilden, das Preview-PDF enthält m.M. nach schon einige der stärkeren Seiten - aber angesichts der schieren Menge darf man eigentlich schon gar nix meckern ;)

Bevor ich jetzt rausgehe und mich strafbar mache es zu spät ist hier die dringenden (Konsum-)hinweise zum Mittwoch:

Rene hat ein paar Klebstoff-Ausgaben zu verschenken gegen einen Blogkommentar

Wer zumindest das Porto sparen möchte kauft am besten direkt auf den Release-Partys:
Diesen Mittwoch (6.Mai) ab 19h im Cafe Wendel in Berlin
Am 9.Mai ab 19h in der Gallerie Mzin in Leipzig

„Das Klebstoff-Team stellt seine Erfindung, und wie überhaupt alles begann, am 6. Mai ab 19h im Wendl NSTP, Schlesische Str. 42, Berlin vor. Dort kann man sich einen ersten Eindruck oder einzwei Exemplare dieser Weltneuheit sichern, und bei Bedarf auch darüber reden. Dazu werden Getränke gereicht und euphorisierende Musik ausgestrahlt.“


Freitag, 1. Mai 2009

MiMa 13: Lavagina 1+2

Nur ganz kurz weil ich den Mittwoch ja schon wieder verpennt habe: Morgen abend gibts die erste Ausstellung in den neuen Räumen des heliumcowboys. Eröffnet wird mit der wunderschön betitelten Ausstellung „Popo“ von und mit Boris Hoppek (ja, der mit den Püppchen ;)

Als Katalog zur Ausstellung erscheint die zweite Ausgabe seines Magazins LAVAGINA.



Wieder rund 60 Seite in A5, wieder sehr bezahlbar (5 Euro, erste Ausgabe 3fünfzich). Inhaltlich wird die zweite Ausgabe die erste wohl fortsetzen, also gezeichneter Sex, Bimbo und Schlampella, etwas Sex, Fotos halbnackter Menschen Mädels mit lustigen Accesoires sowie ein wenig Sex.



Also alles in allem wieder durchaus habenswert, ich bin auf alle Fälle morgen abend da, um ein Exemplar abzugreifen - und überhaupt schon, weil das ja ganze prima vor die Modenschau-Konzert-Kombi von Superhorstjansen! und Telepathe in der Prinzenbar paßt :)


Mittwoch, 22. April 2009

It's Nice That #1 (Mima 12)

„Launched in April 2007, It's Nice That aims to document and inspire creative talent.“

Zu Ihrem zweiten Geburtstag haben Alex Bec and Will Hudson eine Auswahl der bisherigen Blog-Posts von It's Nice That als Magazin veröffentlicht: It's Nice That – Issue #1.



Erster Eindruck ist gleich super, wie es aus dem Übersee-Couvert kommt duftet das Magazin im angenehm angeschnittenen A4-Format richtig druckfrisch :) Vorne drin im fast buchstarken Magazin liegt ein Poster (mit dem runden nice-Logo) und ein scheinbar handgeschriebener Zettel „thanks! Alex + Will“ - wie nett. Das Inhaltsverzeichnis steht auch auf dem Cover, im Magazin findet sich die Mischung an designigen Links, Interviews (u.a. Eike König, Roel Wouters,...)



Das ganze ist unaufgeregt aber mit Auge gestaltet, jeder a.f.k.a.p. (Artikel formerly known as post) mündet natürlich in einer URL. Vieles kenne ich als Leser des Blogs natürlich, manches ist mir aber auch entgangen.



Ich stell mir relativ schnell die Frage nach dem Sinn: Brauche ich einen Blog (genauer ein Best-Of daraus) als Druckerzeugnis? Die längeren Texte lesen sich besser - obwohl die Interviews mit dem einspaltigen Blocksatz auch nicht grade wie von selbst ins Auge gehen. Einige Fotos sehen deutlich anders aus auf dem matten Papier, dafür müßte man Links erst wieder abtippen, wenn man mehr wissen will. Auf der Plus-Seite steht noch ganz klar, das ich bequem im Bett lesen kann ohne mir mit dem Macbook Brandflecken in die Bettdecke zu machen. Aber das ist vielleicht auch eher mein ganz eigenes Problem. Warum gibt man nen Blog als Magazin heraus und warum kaufe ich das? Das Magazin fügt den (älteren) Beiträgen weder inhaltlich noch gestalterisch neues hinzu, das finde ich aber irgendwie ehrlich und angemessen. Ich mag It's Nice That und das Magazin macht sich gut zwischen anderen im Regal. Ich glaube aber ich mag persönlich vor allem die Paradigmenumkehr daran. Früher waren Webseiten kurzatmige Erweiterung von gedruckten Periodika und Blogs ja bekanntlich die Klowände des Internets. Hier wird nun das Print-Magazin manifestiertes Offline-Destilat der Inhalte, die online immer verfügbar sind. Und wenn ich erstmal ein alter älterer Mann bin, genieße ich bestimmt mein Abonnement der gedruckten Quartals-Themennachdrucke von Spiegel-Online.


Mittwoch, 21. Januar 2009

MiMa 11 - Feltron 8



Nicholas Felton hat es wieder getan: Sein persönlicher Report für 2008 ist da und ich find es ist wieder mal ein wunderschönes Magazin geworden!

Und damit das hier mal nicht nur Werbung Kaufempfehlungen sind, gibts ein kleines Quiz: Von Herrn Felton und mir gibts eine mittlerweile ausverkaufte 2007er Ausgabe für denjenigen, der in den Kommentaren als erster richtig tippt, wie viele Zeichen (Buchstaben, Ziffern und Satzzeichen) auf dem Cover der 2007er Ausgabe drauf sind. Und das sieht so aus:


(wenn's keiner rät gehts Sonntag abend an den, der am dichtesten dran ist :)


Montag, 18. Februar 2008

Zwischenablage 2.0



Mittlerweile gibts ja nix, was es nicht 2.0 gibt. Bei diesem frischgelaunchten 2.01-Webservice bin ich mir aber nicht sicher, ob ich das nicht einfach gruselig finde: „Control C“ registriert wie ein globales Last.fm den Inhalt der Rechner-Zwischenablage und sammelt das wie ein ffffound für alles in meinem Control C-Profil. Dort kann ich es gSpace-artig (hoffentlich sicher) verschlüsselt endlos horten oder aber auch einfach öffentlich machen, was das ganze zu einem besonders kruden Twitter/Microblog-Dingsbums macht.



Anyway erinnerte mich das spontan an die „Zwischenablage“. Das war ein Projekt von Jan, quasi der Vorgänger der Indivisual, Studentenarbeiten sollten gezeigt werden, allerdings schon 1999 digital, lange bevor es pdf-Magazine gab. Jede Ausgabe paßte mit damals fetten 1,4 MB auf eine 3,5″ Diskette, ab 2000 wurden so crazy Spezialtechniken wie ein ominöses Flash-Plugin verwendet. Ich war damals noch ganz grün hinter den Ohren und dachte, Aktzeichnen ist das aufregendste, was einem gestalterisch im Studium passiert. Bevor ich noch melancholischer werde: Hier kann man sich die Ausgaben der „Zwischenablage“ immernoch angucken...


Montag, 4. Februar 2008

MiMa 9 - This is a magazine. Free for all.



„We are now serving both our first AND second printed Compendia as free PDF downloads, complete and unabridged.
Published in 2002 and 2003 in editions of 1,000 copies each, both books quickly sold out and until now have only been available to view in exhibitions and conferences. At over 200 pages each, these volumes contain custom artworks by Boogie (USA) , Takeshi Hamada (JP), Antonio Riello (IT), Jon Burgerman (UK), Asizaka Koji (JP), Frederique Daubal (FR), Slavimir Stojanovic and Futro (SLO), Clay Weiner (USA), Anthony Burrill (UK), and many other artists working in and around the internet.“


Die gedruckten Ausgaben (a.k.a. Compendium) von This Is A Magazine find ich wirkliche Schönheiten, die ersten kann man leider nirgends mehr bekommt, da sind die PDFs doch auch was feines :)

TIAM Compendium #1 Love, the Universe & Everything PDF 16 MB

TIAM Compendium #2 Fashion=Fiction PDF 18 MB

4 und 5 kann man dafür aber noch hier bestellen...


Mittwoch, 30. Januar 2008

MiMa 8 - BATTERIEnext_17

»1,2,3« ist das Thema der frischen Ausgabe von BATTERIE, nein BATTERIEnext heißt sie jetzt. Mit der Ausgabe 15 (Titel passenderweise »quit«) haben Andreas Magino und Tobias Waszkiewicz die mittlerweile doch tief ausgetrampelten Pfade der gratis-pdf-Mags verlassen und versuchen nun, mit jeder Ausgabe des 'creative magazine' mediales Neuland zu betreten. Ausgabe 16 bestand nur aus animierten GIFs und heuer im Januar 2008 sinds Buttons. Also nicht die Digitalen sondern die kleinen runden realen Dinger zum anstecken an Klamotten. Das ist mir aber sowas von ein MittwochsMagazin wert!



Zum Preis von 18 Euros bekommt 34 Buttons (von 13 Gestaltern?Autoren?Teilnehmern?) auf schwarzen Filz gesteckt. Die Auflage beträgt 100 Stück, die Nummer 17 dürfte also in absehbarer Zeit ausverkauft sein. Zum Thema passend bilden zumeist 3 Buttons eine Reihe, so ganz haut das natürlich nicht hin, da 34 nicht durch 3 zu teilen geht und 13x3 auch nicht 34 ergibt.

Egal, wichtig ist aber, das mir viele der Buttons richtig gut gefallen und die Idee dahinter stimmig ist - man trägt ja doch meißt mehr als einen Button an der Körperpartie seiner Wahl... die Qualität der Button scheint mir auch besser zu sein als manch anderer Buttons, die ich schon einzeln für nen Euro oder so gekauft habe, daher kann sich die BATTERIEnext_17 definitiv zulegen (wenn man nicht grade heiß auf lesen ist).

Auf ladestation.net gibts neben größerer Abbildungen aller Buttons auch die erwähnten ersten 15 PDF-Ausgaben als downloads...


Mittwoch, 5. Dezember 2007

MiMa 7 - Echtzeit Heute mal am Freitag


...dafür aber mit Live-Musik :)

Von Herzen empfohlen sei hiermit die Echtzeit 5 („Hilfe”) und die dazugehörige Release-Party im Herzen Berlins :)


Nächste Woche gehts dann wieder wie gewohnt weiter...


Mittwoch, 28. November 2007

MiMa 6 - «du», es war schön mit Dir




du (1941 - 2007)


Mit der Ausgabe 782 scheidest «du» (schweizer Zeitschrift für Kultur) offenbar dahin, zumindest klingt die Mail so, in der sich Redaktion und Grafik von den Lesern verabschieden. Die letzte Ausgabe erscheint heute und hat (gewohnt sinn- und stilvoll) das Thema 'Das Lexikon der verschwindenden Dinge'. Weißt «du», ich vermisse Dich jetzt schon. Von Deinen monothematischen Ausgaben war nicht jede für mich bestimmt, Ausgaben wie die 762 werde ich aber für immer in bester Erinnerung (und auf einem Ehrenplatz im Regal) behalten. Auch die 766, die 742, die 754 , ... landen nie in meinem Altpapier, das versprech ich Dir (und sie sind teilweise noch nachbestellbar)

Ich werde mich dann die Tage noch mal an Deinem stattlichen Format und klaren Layout erfreuen, Deine erstaunlichen Fotostrecken und Illustrationen und Deine intelligenten Texte genießen mit dieser Sonderausgabe über so vieles, das es nicht mehr gibt, oder schon fast nicht mehr gibt, und das sich nur noch mit umständlicher Sucherei auftreiben lässt. Zum Beispiel Bakelit oder die Deutsche Demokratische Republik oder den Blocher. Ganz zu schweigen von Heinzen, Brustbeuteln, selbstaufgenommenen Kassetten und Kavalieren. Ein Sonderheft, das an all die Dinge erinnern wird, an die wir uns kaum noch erinnern: Buttons mit politischer Botschaft, Tanten, Wackeldackel. Eisblumen, Málagatrauben, Leberwurstbrote. Und nun auch an die «du».


Mittwoch, 14. November 2007

MiMa 5 kurz und schmerzlos

Heute nur digitale Neuigkeiten zum selbergucken...


Mittwoch, 29. August 2007

MiMa die Vierte - MIKOSA 3

„MIKOSA is a foundation for artists
MIKOSA is born to support ideas.
MIKOSA lives to spread free expression.“

Neulich in Amsterdam zufällig die Mikosa Foundation kennengelernt, die neben Prints zum an die Wand hängen und T-Shirts auch ein Magazin herausbringen - alles selbstgesiebdruckt und artsy, ergo eher in kleinen Auflagen.



Beim Magazin heißt das konkret 250 Stück, die dann meiner Meinung nach absolut lohnende 20 Euro kosten. Das Magazin versteht sich als eine art kollaboratives Skizzenbuch. In jeder Ausgabe sind 10 Leute eingeladen, die komplette Freiheit hinsichtlich der Inhalte haben, es müssen halt nur nicht-fertige Arbeiten bzw. Skizzen sein.
Aktuelle Ausgabe ist die 3, genau Din A4 groß, richtig schön schweres Papier und wie jede Ausgabe komplett schwarz-weiß und handgemacht (auf ner Druckerpresse aus den 20ern).
Die Beigaben variieren jedes mal, zur 3.Ausgabe gibts einen Textilbogen mit Aufnähern zum selber ausschneiden dazu, mit einem unglaublich fetten fast gummiartigen schwarzen Farbaufdruck fassen sie sich irgendwie auch echt gut an. Der Name ist tief ins Cover eingeprägt, welches bei jedem Magazin der Auflage etwas anders bedruckt (-kleckst) ist, ich hab mich mal (wieder) für ein fast schwarzes entschieden :)



Im Magazin gibts reichlich Illustrationen, alles ziemlich handgemacht und ohne viel Vektorzeug, graffiti/tag-artiges dominiert, aber von 'rein grafisch' über 'helmboldesque' bis zu 'wasDasDennBloß?' ist auch reichlich Abwechslung vorhanden.



Ich finde die Arbeiten durch die Bank qualitätvoll bis spitzenklasse, keine Totalausfälle zu bemeckern. Allein schon wegen dem Ausm-Fenster-Guck-Hamster mußte ich die dritte Ausgabe einfach haben (klick unten in groß).



Wenn sich jetzt wer verleitet fühlt einzukaufen, kann er das man über MIKOSA FOUNDATION website machen. Oder in diversen Shops natürlich in Amsterdam aber auch wie ich mir sagen ließ in Berlin bei Supalife und Big Brobot

Die Ausgabe 3 kann man auch hier in klein komplett durchblättern - aber das kackt online natürlich gegen das wirklich schön gedruckte analoge Original komplett ab...

So, und MiMa5 (ca. nächste Woche Mittwoch) wird dann noch schwärzer (zumindest was das Cover angeht ;)


Montag, 27. August 2007

MoMa, MiMa, was auch imma - Folge3: Die „Quer“


„Quer 6 - Utopia“




Die Quer kommt aus Trier von der dortigen FH, sie ist dort das Semesterprojekt für Editorial Design im Fach Typografie. Durch die Einbindung ins Semesterprogramm entsteht mittlerweile wohl jedes Semester eine Ausgabe und so sind sie mit ständig wechselnden Redaktionen in knapp 4 Jahren bereits bei der 6. Ausgabe angekommen.

Zunächst die schnöden Äußerlichkeiten: Nummer 6 hat ein BlingBling Silbercover, ist knapp nen Zentimeter dick und leimgebunden. „Bei dem Format müßte sie eigentlich 'Längst' heißen statt 'Quer'” (Zitat Ellen) - absolut korrekte Bemerkung, bei 16 cm Breite und 38 cm Höhe... Auch innen schimmerts hier und da mächtig, zwar wurde auf relativ schweren Papier meißt nur schwarz-weiß gedruckt, stellenweise gibts aber Gold (oder isses Kupfer?) als Sonderfarbe. Als Kapiteltrenner gibts Seiten aus Transparentpapier.





Kapitel hats derer 7, für die inhaltliche Beschreibung zitiere ich mal die Quer-Redaktion selbst: „7 Kapitel über Gestern, Heute und Morgen. Über fremde Welten, Giganten, Phantasien und Kritik zum Thema Utopia“. Die Kapitel sind mit Jahreszahlen verknüpft, von 2009 (Urbanes Inferno) bis 2673 (Leuchtfeuer der Galaxis), die Jahreszahlen wiederum mit den Seitenzahlen des Magazins. Klingt kompliziert, isses auch, ich glaub aber, ich habs verstanden: Das erste Kapitel beginnt nach Vorwor, Inhaltsverzeichnis,... auf Seite 9 und es soll daher ums Jahr 2009 gehen. Dann werden die Seiten normal weitergezählt, jedes Kapitel springt aber 100 Jahre weiter in die Zukunft. „Die Schlacht der Automaten“ ist der Anfang des vierten Kapitels, geht los auf Seite 45 und somit im Jahr 2345. Alles klar soweit?

Ist aber auch egal, auffallender als die Zahlenspielerei ist der durchgehend finstere Gesamteinruck. Es hat kaum eine Seite mit weniger als 50% Schwarzfläche, Weißraum ist Mangelware, eine düstere Zukunftsvision bis zum Ende. Mir drängt sich schon eine Weile ein Vergleich auf, der muß jetzt einfach sein. Thematisch wie gestalterisch erinnerts mich stark an die Ultrazinnober 3 - Homo Eternal (die waren ja mal hier beim ersten Magazinfrühling). Ja, der Vergleich ist hart, hab die UZ3 mal wieder aus dem Regal geholt und find sie immernoch extrem gelungen. Da hats mir die aktuelle Quer doch ein wenig vermiest. Die illustrativen Elemente dominieren meißt, sie gehen in Ordnung, haben mich ganz persönlich jetzt aber nicht vor Begeisterung nen Zeitsprung machen lassen. Alles recht zeitgemäß, in 3 Jahren wirds vermutlich viel altmodischer wirken als die UZ3 heute (hab ich schon erwähnt, das die mich grad wieder echt angemacht hat?). Die Texte kann man gut lesen (die UZ3 war teilweise dann doch arg hardcore-geisteswissenschaftlich unterwegs) inhaltlich haben sie das Thema aber so weit auf popkulturelle Gemeinplätze gedehnt, das es fast schon egal wird: Es gibt Beiträge über Orwells 1984, Hitchcock, StarTrek,...

Wie auch immer, der Gesamteindruck, den sie bei mir hinterlassen hat ist gestalterisch rund. Etwas durchwachsen, aber für 6 Euro bekommt man doch ein ansprechendes Druckwerk und somit genug Gegenwert. Inhaltlich hat mir die Quer 4 („LoFi“ mit aufgeklebter 3,5" Diskette) besser gefallen, ich werd' die Trierer aber auf alle Fälle im Auge behalten, da geht bestimmt noch was.

Wer mehr wissen möchte, für den gibts mangels Website hier zumindest ne quere Mail-Adresse: quer@fh-trier.de

Nächstes Mal gehts genauso Schwarz-Weiß weiter, nur ganz anders...


Mittwoch, 15. August 2007

Das Jungsheft und das Giddyheft



Die heißen wirklich so. Also das Jungsheft weil Jungs drin sind und Giddy... ähm... da zitier ich mal:„Es gibt Playboy und Co., wo alle perfekt und durchgetrimmt aussehen und auf der anderen Seite Happy Weekend und Konsorten, wo nur Gabys und Tiffys zu sehen sind. Nichts dazwischen. Deshalb nun das Giddyheft. Et voilà!“
Dementsprechend finden sich darin „lecker” Mädchen und Jungs namens Aline, Bambi, Nina, Jasmine, Jonathan, Tim, Felix oder Sebastian (auch die heißen wohl wirklich so). Nicht perfekt und auch nicht „durchgetrimmt”. Das sieht dann in etwas so aus wie Suicide Girls (oder Jungs) nur mit ohne Pircings und Tatoos. Ein DIY-Pornoheftchen ist ja in Zeiten von youPorn eigentlich nicht erwähnenswert - da spar ich jetzt hier auch mal mit Fotos. Ich finde aber auch die Hefte sind deutlich mehr :)



Für den Umschlag ist wohl absichtlich mattes Papier gewählt worden (wegen der sprichwörtlichen Hochglanzheftchen und so) darin gibts auf je 60 klassisch gehefteten Seiten im A5-Format neben nackter Haut im Originalzustand aber überraschend viel zu lesen, das ich wirklich lohnend zu lesen finde. Die Texstseiten sind schlicht, fubktional und fast ein wenig lieblos gestaltet, wie Bindung, Papier und Druck eigentlich auch - also eher kein typisches Designheftchen von Designern für ebensolche.

Die Texte selbst haben mir aber viel Vergnügen bereitet. In der Rubrik „Schnickes den wir brauchen” stellt Tanja Godlewsky vom Büro FRAM Gadgets vor, die ich wirklich noch nicht anderswo gesehen hab und „Jungs erklären...” (z.B. Stellungen) find ich wirklich lustig.

Noch besser gefallen mir die Einzelartikel. „The Lick Job” dreht sich natürlich um Lecken mit Stil, ich möchte hier nicht unerwähnt lassen, das Maren ausdrücklich und ungefragt lobte, das dies der erste Artikel zum Thema sei, wo wirklich jemand mit Ahnung schreibt. Bei „Krummes Ding” hats mich dann wirklich vor Lachen umgehauen, großartige Beobachtungen männlicher Kommunikation und Befindlichkeiten (von einem Kerl geschrieben). Überhaupt finde ich, das das Konzept der zwei Hefte auf bestmöglichste Weise fehlgeschlagen ist - eigentlich sind beide Hefte für Jungs UND Mädchen gleichermaßen, ich hab über jedes Heft einzeln mehr gelacht als über alle Neons und ZeitCampus'e dieses Jahres zusammen.




Neben dem autobiografisch angehauchten Lesestoff gibts noch ne Fotoreportage „Männervoltigieren” (angezogen) und Themenartikel (Ode an Jarvis Cocker, Groupietum,...) die als Abrundung alle sehr in Ordnung gehen. Überraschend schön und find ich aber die Illustrationen, die ja eigentlich auch nur Nebenprodukte im Pornoheft sind.

Das Giddyheft ist die Erstausgabe, das Jungsheft ist immerhin schon Nummer 4, sie kosten je 6 Euro, wofür sie dann aber auch praktisch werbefrei sind.

http://www.jungsheft.de/



Nächsten Mittwoch nehm ich mir wieder ein Designmagazin mit Hochschul-Hintergrund zur Hand :)


Donnerstag, 9. August 2007

Die Mittwochsmagazine haben Verspätung

Schuld ist Freehand, das mich gestern einige Arbeitsstunden gekostet hat. Ganz großer Mist: Die Datei läßt sich unter keinem Namen mehr auf kein Volume speichern, nach dem Schließen dafür aber auch nicht mehr öffnen, so das man nicht nur einen sondern gleich 2x Abspeichern verloren hat - wenn man so'n Fenster bekommt, weiß man eigentlich schon bescheid...

Wenn ich den Programmierer von Freehand kennen täte, hätte ich ihm gestern nacht ganz entschieden zwischen die Beine treten wollen.

Wird baldmöglichst nachgeholt, hier schon mal ein Vorgucker:


Mittwoch, 1. August 2007

MagazinMittwoch01 - VIER Nummer 4

Da in letzter Zeit mal wieder so einiges gedruckt und in Umlauf gebracht wird, gibts ab heute jeden Mittwoch hier ein Magazin das ich unter dem Gesichtspunkt Gestaltung interessant finde, das man nicht an Kiosk umme Ecke kaufen kann und das möglichst frisch herausgekommen ist. Dabei geb ich meiner persönliche Meinung lange Leine und versteige mich nach belieben (und in beliebiger Länge) zu Begeisterungsstürmen. Wers nicht lesen will sollte also nicht weiterlesen :)

Los gehts mit dem Magazin der Hochschule für Künste Bremen, der vierten Ausgabe der „VIER“ mit dem Thema WORLDWIDE.



Das Magazin kommt wie immer kostenlos per Post ins Haus, da es ausschließlich die HfK Bremen abbildet und damit quasi Hochschulwerbung ist, bezahlt die HfK fairerweise auch alles inklusive Porto. Alles ist bei der vierten Ausgabe satte 150 Seiten vierfarbig in nahezu A4, Softcover mit Lack-Veredelung und A2-Plakate als Kapiteltrennseiten. Diese sind auf Format gefaltet miteingebunden und dicht am Magazinrücken vorperforiert, so das man sie herausnehmen kann, ohne das Plakat oder Magazin in Gefahr sind - wirklich sauber gemacht, hinterläßt durch die wertige Optik Eindruck, hab ich schon ungewollt an Dritten getestet.



Inhaltlich dreht sich alles um Internationalität (oder sagt man -ismus?), es gibt mehr oder weniger thematisch passende Artikel und Interviews von/mit eher Prominenten wie Eike König (HORT), Peter Rea, Erik Spiekermann oder Michael Glasmeier (der ja auch mal bei uns in Braunschweig Prof. war) und Erfahrungsberichte weniger Prominenter Designer und Studenten aus Zürich, Istambul, San Francisco und Kuba. Der Themenpart macht aber nur ca. 50 Seiten voll, der eigentlich noch interessantere 'Rest' ist wieder prallvoll mit Vorstellungen von 2 HfK-Lehrbereichen (diesmal 'Jazz' und 'Illustration'), dem HfK-eigenen Hochschulpreis, aktuellen HfK-Publikationen (10), Auszeichnungen (ca. 20!) und HfK-Projekten, z.B dem neuen Online-Portal der HfK und dem Online-Dauerrundgang.





Abgerundet wird das ganze durch einen Wettbewerb, der unter dem unglaublich sperrigen Motto „Involving or Expanding throughout the entire world“ dazu einläd, mit den im Magazin enthaltenen Postern die Umwelt zu verschönern, dies zu fotografieren und einzuschicken. Die Ergebnisse erscheinen in der VIER 5 im Februar 2008, die das Thema „Nachwuchs“ haben wird.

Insgesamt gestalterisch wieder eine runde Sache mit lesenswerten Artikeln zum unschlagbaren Preis - freu mich jetzt schon auf die nächste Ausgabe! Daumen hoch sag ich mal!

Die VIER 3 auf 223

HfK Bremen


In Teil 2 nächsten Mittwoch gibts 2 Schwestermagazine...


Montag, 23. Juli 2007

Heute ist nicht aller Tage...

Da ja hier hoffentlich bald die Montagsmaler toben, melde ich mich am Mittwoch wieder.